Wissenschaft braucht Nachwuchs

Die medizinische Forschung in Österreich genießt in aller Welt einen ausgezeichneten Ruf, das haben Präsentationen von Forschungsergebnissen der ABCSG im Rahmen internationaler Kongresse immer wieder gezeigt. Um diesen hohen Standard in der Gegenwart fortzusetzen, aber auch für die Zukunft abzusichern, hat die ABCSG ein Nachwuchsförderprogramm entwickelt.

Jungen onkologisch wissenschaftlich interessierten ÄrztInnen wird die Chance gegeben, Wissen und Erfahrung auf dem bestmöglichen Level zu sammeln.

Große Chance für junge Wissenschafter

Das Nachwuchsförderprogramm wurde von einem Projektteam gemeinsam mit jungen PrüfärztInnen entwickelt. Es soll mithelfen, die ExpertInnen von morgen im Bereich der Onkologie zu erkennen und zielgerichtet zu unterstützen.

Das Programm besteht aus vier Modulen, die jene Bereiche abdecken, in denen die Unterstützung für die wissenschaftlichen Nachwuchskräfte von besonderer Bedeutung ist: Auslandsprogramme, Reisestipendien, Präsentations- und Kommunikationstrainings sowie Publikations- und Literaturhilfe.

 

Modul 1: Auslandsstipendien

Von anderen lernen

Auslandsaufenthalte sind für alle, die sich der medizinischen Forschung verschreiben, von großem Wert: Sie ermöglichen Kontakte mit KollegInnen des Fachs, die unter anderen Bedingungen arbeiten, wie man sie aus der Heimat kennt. Man kann Routineabläufe an fremden Zentren beobachten, selbst wissenschaftlich mitarbeiten, im Operationssaal assistieren oder Patientengespräche in der Ambulanz mitverfolgen.

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Mit einem Wort: Wer als StipendiatIn an einem Austauschzentrum eingesetzt wird, erweitert den eigenen Horizont und beweist Initiative, die später im Berufsleben honoriert wird.

Im Zug des Projekts abcsg.future wird es jungen, engagierten ÄrztInnen ermöglicht, maximal vier Wochen an einem europäischen Zentrum mitzuarbeiten.

abcsg.future finanziert Aufenthalt (Taggeld) und Reisekosten, stellt den Kontakt zum Zentrum her und eruiert Ansprechpersonen, die Kontakte zur Abteilung oder Klinik erschließen und bei der Unterbringung behilflich sind.

Partnerzentren:

  • The Netherlands Cancer Institute-Antoni van Leeuwenhoek Hospital
    in Amsterdam, Niederlande
    Kontakt: Prof. Dr. Emil Rutgers
    www.nki.nl
  • IGR – Institut Gustave-Roussy
    Paris, Frankreich
    Kontakt: Prof. Dr. Fabrice Andre
    www.igr.fr
  • IJB – Institut Jules Bordet
    Brüssel, Belgien
    Kontakt: Prof. Dr. Christos Sotiriou
    www.bordet.be
  • IEO – Istituto Europeo di Oncologia
    Mailand, Italien
    Kontakt: Prof. Dr. Giuseppe Curigliano
    www.ieo.at

 

Modul 2: Kongress-Stipendien

Fit für die Wissenschaft

Die neuesten Erkenntnisse der medizinischen Forschung werden bei den großen internationalen Kongressen präsentiert. Die Teilnahme bringt einen enormen Informationsvorsprung.

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Kongress-Stipendien von abcsg.future bieten jungen ÄrztInnen die Möglichkeit, bei den wichtigsten Onkologiekongressen der Welt dabei zu sein:

  • European Society for Medical Oncology (ESMO),
  • The San Antonio Breast Cancer Symposium (SABCS),
  • St. Gallen – International Conference Primary Therapy of Early Breast Cancer oder European Breast Cancer Conference (EBBC) und
  • American Society of Clinical Oncology Annual Meeting (ASCO).

Mentorenprogramm

Die ÄrztInnen aus Österreich erhalten bei den manchmal unübersichtlichen Kongressen auch Hilfestellung. Erfahrene wissenschaftlich tätige OnkologInnen stehen während des Kongresses als Mentoren zur Verfügung und beraten sie bei der Auswahl der Sessions und Workshops und stehen für Fragen zur Verfügung.

 

Modul 3: Kommunikationstrainings

Das eigene Profil schärfen

Kommunikation, die Kunst des Redens und Motivierens, ist auch für die Karriere von ÄrztInnen besonders wichtig. Die eigenen sprachlichen Fähigkeiten bestmöglich einsetzen und Präsentationstechniken erlernen, beides ist wichtig, um Begeisterung für die eigene Arbeit zu wecken.

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Kommunikations- und Präsentationsfähigkeit sind auch im Umgang mit Medien gefragt, um Interviews zu medizinisch schwierigen Inhalten zu führen, diese aber trotzdem verständlich zu kommunizieren. Es erfordert Training, heikle Fragen von Journalisten souverän zu beantworten und in Diskussionsrunden die eigenen Botschaften unterzubringen.

Modul 3 von abcsg.future umfasst Trainings, die sich mit Rhetorik, Präsentation und Medien befassen, und unterstützt junge ÄrztInnen, ihre Kommunikationsfähigkeiten zu verbessern.

 

Modul 4: Publikations- und Literaturhilfe

Wissen vernetzen

Das eindrucksvollste Forschungsergebnis nützt niemandem, wenn es nicht der wissenschaftlichen Öffentlichkeit bekannt wird. Jeder frei forschende Wissenschafter muss nach Abschluss einer wissenschaftlichen Untersuchung die erzielten Resultate in der Scientific Community verbreiten. Keine einfache Aufgabe für jemanden, der das nicht gewöhnt ist.

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Es ist aber unumgänglich. Fast das gesamte Forschungswissen – jedenfalls die neuesten Erkenntnisse und Theorien – wird in wissenschaftlichen Journalen, wie „The Lancet“ oder dem „New England Journal of Medicine“ und anderen, weniger bekannten Magazinen, publiziert. Die Veröffentlichungen sind wichtig für die eigene berufliche Laufbahn, deshalb möchte jeder Wissenschafter so gut und so viel wie möglich publizieren – die Top-Journale veröffentlichen aber nur einen Bruchteil der eingereichten Arbeiten.

Im Modul 4 von abcsg.future erfährt man alles über die Kriterien der Auswahl von Publikationen, über die Einordnung ihres wissenschaftlichen Stellenwertes, über die verschiedenen Publikationsverfahren, statistische Interpretationen und auch über Methoden der Darstellung.