Medizinischer Fortschritt

Weltweit gilt es bei Patientinnen und Angehörigen Widerstände zu überwinden, um sie für medizinische Forschungsprogramme zu gewinnen. In Österreich hingegen sind 30 Prozent aller an Brustkrebs erkrankten Frauen in klinische Studien eingebunden – ein hoher Prozentsatz, der in Österreich zu hohen medizinischen Standards geführt hat.

Beste Therapie

Studienteilnehmerinnen erhalten ein neues Behandlungskonzept, das nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft Aussicht hat, erfolgreicher zu sein als die bisher übliche Behandlung. Es wird zusätzlich sichergestellt, dass die neue Therapie sich immer mit der besten bekannten Therapie messen muss (Deklaration von Helsinki des Weltärztebundes)

Individuelle Betreuung

Patientinnen in klinischen Studien werden intensiv und individuell betreut. Alle Zentren der ABCSG haben große Erfahrung in der Tumorbehandlung. Ist eine Behandlungsmethode viel versprechend, gehören die Studienteilnehmer zu den ersten, die davon profitieren.


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Höhere Lebenserwartung

Patientinnen, die an klinischen Studien teilnehmen, haben eine deutlich bessere Prognose. Durch zahlreiche Kontrollmechanismen und eine konsequente Nachsorge erhöhen sich die Lebensqualität und die Lebenserwartung. Die Wahrscheinlichkeit erneut an Brustkrebs zu erkranken sinkt.

Der Einfluss der Teilnahme an klinischen Studien auf das Überleben nach Mammakarzinom:

Der Einfluss der Teilnahme an klinischen Studien auf das Überleben nach Mammakarzinom: Eine Analyse von 8.000 Frauen mit Brustkrebs. (Vortrag, "Senologie 2000", Lugano) Gnant M., Samonigg H., Jakesz R. und die ABCSG

 

Das Gesamtüberleben war bei jenen Frauen, die an Studien teilnahmen, signifikant höher als bei jenen, die dies nicht taten. Eine Wechselwirkungsanalyse ergab, dass der Vorteil für die Studienteilnehmerinnen in allen Tumorstadien etwa gleich, besonders stark jedoch bei älteren Patientinnen war.

80 Prozent Brusterhaltung im richtigen Spital

In Operationskursen perfektionieren Chirurgen der ABCSG die Technik der Brusterhaltung. Diese Technik wurde standardisiert und führte dazu, dass österreichweit bei Patientinnen mit kleineren Tumoren und nicht befallenen Lymphknoten in ABCSG Krankenhäusern in 80 Prozent aller Fälle brusterhaltend operiert wird. In vielen anderen österreichischen Krankenhäusern liegt die Quote bei weit weniger als der Hälfte.

Keine Kosten

Medikamentöse Therapien, die in ABCSG-Studien zum Einsatz kommen, sind teuer. Es bedarf vieler Jahre Forschungsarbeit bis ein Medikament überhaupt in klinischen Studien, wie sie die ABCSG durchführt, angewendet werden darf. Jeder Studienteilnehmer erhält dieses Medikament kostenlos.


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