ABCSG News Archiv 2006

Knochendichte-Paper der Studie 12 online publiziert

Ein unwillkommener Nebeneffekt der Antihormontherapie bei prämenopausalen Patientinnen nach einer Operation ist bei vielen behandelten Frauen der Verlust an Knochendichte. Im Zuge des Subprotokolls der ABCSG-Studie 12 konnte erstmals gezeigt werden, dass durch eine zusätzliche Bisphosphonat-Behandlung ein Knochendichteverlust verhindert werden kann. Das Knochendichte-Paper ist jetzt im Journal of Clinical Oncology online publiziert. Die Printausgabe erfolgt voraussichtlich im März 2007.

Das Subprotokoll der ABCSG-Studie 12 hat gezeigt, dass prämenopausale Patientinnen unter einer adjuvanten endokrinen Therapie in vielen Fällen einen deutlichen Knochendichteverlust erleiden. Durch die Gabe des Bisphosphonates Zoledronat konnte dieser unwillkommene Nebeneffekt verhindert werden. Bei 401 Patientinnen wurde die Knochendichte innerhalb eines Zeitraumes von sechs Monaten, einem und drei Jahren gemessen. Patientinnen, die mit dem Bisphosphonat behandelt wurden, wiesen keinen Verlust an Knochendichte auf. In den Therapiearmen ohne diese Behandlung zeigte sich dagegen nach drei Jahren ein signifikanter Knochendichteverlust von ca. 14 Prozent. Der Unterschied fiel noch deutlicher aus, wenn die Patientinnen nicht mit dem Antiöstrogen Tamoxifen, sondern mit dem Aromatasehemmer Anastrozol behandelt wurden

Mit der Publikation im Journal of Clinical Oncology zeigt sich, dass die ABCSG früh erkannt hat, wo die Schwierigkeit der Antihormontherapie für die Zukunft liegt.

Univ.-Prof. Dr. Michael Gnant, Präsident der ABCSG: „Herzlichen Dank an alle, die mitgewirkt haben.“

Download: JCO Paper (PDF 165 kb)

ABCSG erstellt Konsensus gemeinsam mit der CECOG



Jede achte Frau in Österreich erkrankt im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs, zwischen 20 und 30 Prozent von ihnen leiden an einem HER2/neu-positiven Brustkrebs, einer besonders aggressiven und nachhaltigen Form. Bei 23 Prozent dieser Brustkrebs-Patientinnen tritt im Laufe der ersten beiden Jahre nach der Operation und der darauf folgenden Chemotherapie neuerlich Brustkrebs auf.

Das Medikament Herceptin® gibt Grund zu großer Hoffnung: Bei Patientinnen, die dieses Medikament nach ihrer Chemotherapie ein Jahr lang erhielten, reduzierte sich das Risiko, erneut an Brustkrebs zu erkranken, um die Hälfte. Dies fand eine internationale Studie, die unter Beteiligung der ABCSG stattfand, heraus. Diese und noch zahlreiche rezente Studienergebnisse zum Medikament Herceptin® sind im aktuellen Konsensus, den die ABCSG gemeinsam mit der CECOG erarbeitet hat, berücksichtigt worden und soll Ärzten als Orientierungshilfe in der Behandlung HER2/neu-positiver Brustkrebspatientinnen dienen.

Konsensus zum Download (PDF, 1.418 kb)

Link zur CECOG - Website

Brust-Gesundheitszentrum in Linz ist „Zentrum des Jahres 2006“


1. Reihe v.l.n.r.: Dr. Christine Gruber-Rossipal, Dr. Silke Haim,
Dr. Gerald Fischerlehner, Dr. Ernst Rechberger
hinten 2. R.: v.l.n.r.: Dr. Herbert Witzany, Dr. Christine Track,
Dr. Sabine Pöstlberger, Dr. Andrea Oßberger


Zum „Zentrum des Jahres“ wurde das Brust-Gesundheitszentrum am Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern in Linz von der ABCSG gewählt.


Die Auszeichnung wurde vom Präsidenten, Univ.-Prof. Dr. Michael Gnant, bei der Herbsttagung der ABCSG dieser Tage in Saalfelden überreicht.


Das Brust-Gesundheitszentrum ist seit 1991 ein Forschungszentrum der ABCSG.


Dr. Sabine Pöstlberger und ihr Team haben sich bisher an acht Studien der ABCSG beteiligt und insgesamt 760 Patientinnen in klinischen Studien der ABCSG betreut.

Die Auszeichnung als „Zentrum des Jahres“ wurde vor allem für die hervorragende Datenqualität und die exzellente Mitarbeit in der Inspektionsphase vergeben.


Sie ist aber, ebenso wie die Zertifizierung durch die deutsche Krebsgesellschaft vor einigen Woche auch eine ausdrückliche Anerkennung für die hochwertige Betreuung der Brustkrebspatientinnen in Linz.












Dr. Sabine Pöstlberger: „Wir legen Wert auf eine interdisziplinäre Zusammenarbeit, bei der die Verantwortlichkeiten klar abgesteckt sind und die Kommunikation zwischen allen Beteiligten klaglos funktioniert.

Und wir halten uns an das Prinzip der qualitätsgesicherten und laufend qualitätskontrollierten ‚Evidence Based Medicine’.

Auf dieser Basis sorgen wir für eine individuell maßgeschneiderte Therapie, die bei Bedarf durch psychische und soziale Hilfestellungen ergänzt wird.“

ASK FOR – COLORECTAL TASK FORCE




Wie aktiv die Colorectal Task Force der ABCSG in den vergangenen Jahren gearbeitet hat, welche neuen Studienprojekte bereits gestartet sind und welche in Zukunft angestrebt werden, kann im neuen Folder „Ask for - Colorectal Task Force“ nachgelesen werden. Zudem kann man sich auch ein Bild über die Arbeitsweise der Gruppe und die dahinter stehenden Personen machen.

Eine Zentrenliste, die alle spezialisierten ABCSG-Zentren in diesem Bereich anführt, soll unter anderem für niedergelassene Fachärzte, die DarmkrebspatientInnen behandeln, als Unterstützung dienen und Ihnen den Kontakt zu den forschenden Zentren erleichtern. Ein Update dieser Zentren – es werden von Jahr zu Jahr mehr – erfolgt regelmäßig auf der ABCSG-Website unter den Colorectal News. Der Folder kann ab sofort bestellt werden.

15. Jahrestagung in Saalfelden
Die Stimmung hätte nicht besser sein können















Mit der 15. Jahrestagung hat die ABCSG wieder einmal Rekorde gebrochen. Mit über 320 Teilnehmern war das Interesse für die Studiengruppe und ihre Arbeit noch nie so groß. Schon am Freitag besuchten die ersten Prüfärzte und Study Nurses der ABCSG die angebotenen Workshops der abcsg.academy. Der Samstag verlief wie immer spannend mit einem Programm, das auch die Schwierigkeiten von 2006, wie Inspektion, Qualitätsanforderungen für die neuen Studien, den steigenden bürokratischen Aufwand der Zentren, zum Inhalt hatte.

Aktuelle Studienentwicklungen wurden dann im zweiten Teil des Tages besprochen und bevorstehende neue Studienprojekte vorgestellt. Bei den Kontroversen „Chemotherapie für alle prämenopausale Patientinnen“ und „Behandlungsdauer mit Trastuzumab“ ging es dann wirklich zur Sache und es wurde heiß diskutiert. Mit abcsg.research ging der Samstag ins Finale.

Anlässlich der abcsg.gallery, die ihre Austellungsreihe „Bilder für die Seele“ Ende des Jahres beschließt, wurde noch ein letztes Bild amerikanisch versteigert. Die Auktion war ein großer Erfolg, das Bild „Energie“ von Gabi Kaltenböck ging um 1680 Euro an Univ.-Prof. Richard Greil aus Salzburg, der das Glück hatte genau zum Zeitpunkt der Glocke – die Versteigerungszeit und damit die Möglichkeit mitzusteigern war zeitlich begrenzt – seinen Auktionsschein in den Topf geworfen zu haben. Der Abend klang stimmungsvoll und ausgelassen bei Musik und Tanz im Foyer und an der Bar aus.

Der Sonntag war dem Colorectalen Bereich der ABCSG vorbehalten. Es wurden die laufenden Studienprojekte und Projekte der Zukunft wie QUASAR und R04 vorgestellt und diskutiert. Mit den Schlussworten, dass auch die Colorectal Task Force bei diesem Engagement nicht mehr lange dem Mammabereich der ABCSG hinterher hinken würde, wünschte der Präsident eine gute Heimreise und dankte fürs Dabeisein.

Die Bilder von der Veranstaltung ›



15.000 Patientin

Bemerkenswerter Erfolg für die medizinische Forschung in Österreich: Dieser Tage konnte die ABCSG die 15.000 Patientin in eine ihrer klinischen Studien aufnehmen. Die „Rekord-Patientin“ ist eine 57jährige Kärntnerin, die an der ABCSG-Studie 24 teilnimmt.

In Österreich ist es der ABCSG gelungen, ein studienfreundliches Klima zu schaffen und Jahr für Jahr mehr PatientInnen von den Vorteilen einer Studienteilnahme zu überzeugen. Aus diesem Grund ist es auch in diesen Tagen gelungen die 15.000ste Patientin – sie wird von Dr. Andrea Urbania, Abteilung für Chirurgie am Landeskrankenhaus Klagenfurt betreut – in eine ABCSG-Studie, die Studie 24, einzuschließen. Die ABCSG kann sich mit diesem großen Patientenvertrauen im Vergleich zu anderen Studiengruppen wirklich sehen lassen: So hat beispielsweise die renommierte German Breast Group im zehnmal so großen Nachbarland lediglich 12.000 Patientinnen, die an ihren Studien teilnehmen.

Die ABCSG bedankt sich bei allen StudienteilnehmerInnen und Studyteams für das große Vertrauen und Engagement.

ABCSG-Präsident Prof. Michael Gnant: „Wir bemühen uns, den Patientinnen durch intensive Aufklärung den Sinn und den Nutzen der klinischen Studien zu verdeutlichen, die wir durchführen. Natürlich freuen wir uns über den riesigen Vertrauensbeweis, den die große Zahl der Studienteilnehmerinnen darstellt. Damit haben wir die Möglichkeit, in Österreich Forschung zu Brust- und Darmkrebs weiterhin auf einem Niveau zu betreiben, das keinen Vergleich mit anderen Ländern scheuen muss.“

Dr. Andrea Urbania: „Es freut mich besonders, dass die 15.000ste Patientin in Kärnten an der Chirurgischen Abteilung des Landeskrankenhauses Klagenfurt randomisiert wurde. Wir versuchen möglichst viele PatientInnen von der Teilnahme an klinischen Studien zu überzeugen, denn wir selbst sind vom Benefit der PatientInnen, die an wissenschaftlichen Programmen teilnehmen, überzeugt , und darüber hinaus sind wir stolz auch als nicht universitäre Einrichtung zum wissenschaftlichen Fortschritt in der Krebsbehandlung beizutragen“.


 

Neu: Krebszentrum in Linz
ABCSG-Vorstandsmitglied zum Primar ernannt

 



Am 1. Juli beschloss der Aufsichtsrat des AKH Linz nach Ausschreibung und Hearing Univ.-Doz. Michael Fridrik zum Primar der neuen Abteilung Innere Medizin 3, Zentrum für Hämatologie und medizinische Onkologie, zu ernennen. Wurden die Krebspatienten bis dato im Rahmen der Abteilung für Innere Medizin 1 behandelt, steht ihnen jetzt ein eigenes Krebszentrum zur Verfügung.Prim. Univ.-Doz. Dr. Michael Fridrik baute seit 1980 die onkologische Betreuung am AKH Linz auf. Sein Engagement galt immer auch der Krebsforschung. Deshalb gehörte er auch zu den ersten Vorstandsmitgliedern innerhalb der ABCSG, die sich an der Umsetzung großer multizentrischer Studien für Brust- und Darmkrebs beteiligten und mithalfen die ABCSG in Österreich und international zu etablieren. Bei seiner Arbeit verfolgt der Onkologe einen interdisziplinären Ansatz, wie er auch in der ABCSG gelebt wird:

 „Die Onkologie ist ein multidisziplinäres Fach, bei dem für PatientInnen ein optimales Ergebnis nur erreicht werden kann, wenn die beteiligten Fachdisziplinen maximal miteinander kooperieren.“

„Bilder für die Seele“ im Krankenhaus Oberpullendorf

 






Bei der Gleichenfeier des Zu- und Umbaues am Krankenhaus Oberpullendorf im Burgenland wurde am 5. Juli im Rahmen der „abcsg-gallery“ eine Ausstellung mit Werken der niederösterreichischen Künstlerin Heidrun Anger eröffnet.Vergleichbare Ausstellungen in Wien und Kärnten wurden von den PatientInnen jedenfalls mit großer Zustimmung angenommen. Auch Ärzte und Patientinnen des Krankenhauses Oberpullendorf zeigten sich von der neuen Ausstellung begeistert. Gleich im Eingangsbereich wurden 20 Werke der Künstlerin Heidrun Anger platziert und sorgen durch ihre Farben und Formen für eine angenehme, lebensfrohe Atmosphäre.Prim. Dr. Friedrich Hofbauer, der Vorstand der Chirurgischen Abteilung am KH Oberpullendorf dazu: „ Dieses Bemühen um eine Betreuung in einem ganzheitlichen Sinn, in die auch die Kunst maßgeblich mit einbezogen wird, gehört zu unserem Selbstverständnis als Ärzte, die bemüht sind, den Patienten zu helfen und sie zu heilen. Das drückt auch die Devise der Galerie aus: Bilder für die Seele.“

Die Bilder der Gleichenfeier ›
Bilder von Heidrun Anger in der Ausstellung ›

„Jubiläums-Patientinnen“ aus Kärnten
500., 1000. und 1500. Teilnehmerin an größter Brustkrebsstudie Österreichs

 







Es ist ein unglaublicher Zufall: Sowohl die 500. als auch die 1000. und 1500. Teilnehmerin an der größten medizinischen Studie Österreichs kommen aus Kärnten!

Vor zwei Jahren startete die ABCSG ein groß angelegtes Forschungsprojekt zu Brustkrebs - S.A.L.S.A.-Studie (Sekundäre Adjuvante Langzeit-Studie Arimidex). Mittlerweile nehmen daran österreichweit 1.500 Patientinnen teil. Bei der Durchsicht der Randomisierungsdaten staunten die Experten in der Studienzentrale nicht schlecht: Alle drei „runden“ Teilnehmerzahlen stammten aus Kärnten. Ganz zufällig ist es dazu aber nicht gekommen, denn das ABCSG-Zentrum von Dr. Diether Manfreda liegt bei der Patientenbeteiligung der S.A.L.S.A.-Studie im österreichischen Spitzenfeld.


Face to Face: Letrozol versus Anastrozol
ABCSG-Studie 23 in Österreich vor Start

 






Um die optimale adjuvante Behandlung für Patientinnen mit erhöhtem Risiko besser festlegen zu können, nimmt die ABCSG an der internationalen FACE-Studie teil, welche die beiden Aromatasehemmer Letrozol und Anastrozol miteinander vergleicht. Der Studienstart steht knapp bevor. Das positive Votum der Ethikkommission ist bereits erfolgt. MEHRMit einem Investigatormeeting am 30. Juni in Wien startete die in der ABCSG als Protokoll 23 geführte Studie. International werden 4000 Frauen an 250 Zentren und in Österreich 196 lymphknotenpositive, postmenopausale Brustkrebspatientinnen mit hormonsensitivem Brustkrebs im Frühstadium teilnehmen. Wirksamkeit und Sicherheit der beiden Aromatasehemmer werden miteinander verglichen.

Univ.-Prof. Dr. Michael Gnant: „Die höhere Wirksamkeit von Aromatasehemmern gegenüber Tamoxifen hat unter ÄrztInnen wie Patientinnen die Frage aufgeworfen, welches Medikament in der adjuvanten Behandlung am wirksamsten ist. Ich begrüße die Initiative von Novartis, in Kooperation mit der ABCSG den direkten Vergleich zwischen beiden am häufigsten verschriebenen Aromatasehemmern auch in Österreich im Rahmen der wissenschaftlichen FACE-Studie durchzuführen.“


Ma(h)lzeit in St. Veit: Kulinarische Genüsse und Sinneseindrücke
Bilder der abcsg.gallery in der Spitalsküche ausgestellt

 
Einen ebenso ungewöhnlichen wie passenden Ort hat die ABCSG für die Präsentation der Initiative abcsg.gallery „Bilder für die Seele“ in St. Veit gewählt: Werke, der Kärntner Künstlerin Inge Lasser wurden in der neu errichteten Küche – die Eröffnungsfeierlichkeiten fanden am Samstag dem 1. Juli 2006 statt – am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder ausgestellt. Danach werden die Bilder – die über die Website auch käuflich erworben werden können – in der Abteilung für Chirurgie und Innere Medizin aufgehängt. Die beiden Abteilungen unter Prof. Jörg Tschmelitsch und Prim. Franz Siebert nehmen bereits seit vielen Jahren an den klinischen Studien der ABCSG teil.

Die Bilder der Eröffnung ›
Bilder von Inge Lasser in der Ausstellung ›

Prof. Raimund Jakesz in Redaktionsteam des „World journal of surgery“ berufen

  Die österreichische Krebsforschung erntet international Anerkennung. Jüngster Beweis dafür: Univ.-Prof. Dr. Raimund Jakesz, der Gründungspräsident der ABCSG wurde in das Redaktionskollegium des „World journal of surgery“ aufgenommen.

Das 1977 gegründete „World journal of surgery“ gilt als eine der weltweit führenden medizinischen Fachzeitschriften. Sie ist das offizielle Organ der zu Beginn des 20. Jahrhunderts ins Leben gerufenen Internationalen Gesellschaft für Chirurgie ISS (International Society of Surgery) mit dem Sitz in der Schweiz. Chefredakteur ist der amerikanische Chirurg John G. Hunter, dem Redaktionskollegium gehören renommierte Chirurgen aus allen fünf Kontinenten an. Die Mitglieder dieses Gremiums beurteilen und redigieren die Beiträge, die von Spitzenmedizinern aus aller Welt geschrieben werden. Die Texte befassen sich mit den Fortschritten in der klinischen Chirurgie sowie mit experimenteller Chirurgie, der chirurgischen Aus- und Fortbildung und auch mit sozioökonomischen Aspekten der chirurgischen Versorgung.

zur Presseaussendung ›

ABCSG informiert Patientinnen
5-teilige Folderserie zu Brustkrebsthemen

 
„Informierte Patientinnen sind die besseren Partnerinnen“ – ein Grund für die ABCSG eine neue Folderserie aufzulegen, in der Brustkrebspatientinnen über wichtige Themen rund um ihre Erkrankung informiert werden. Der erste ist in diesen Tagen erhältlich und beschreibt ausführlich die verschiedenen Arten und Stadien von Brustkrebs.

Patientinnen über ihre Erkrankung ausführlich zu informieren, ist ein großes Anliegen der ABCSG. Deshalb erfolgt in zweimonatigen Abstand die Auflage von insgesamt fünf Foldern zu den Themen „Analyse, Behandlung, Chance, Studien und Gemeinschaft“ bis die Folderserie ganz im Sinne der ABCSG komplett ist. Ab heute ist der erste mit dem Titel „Analyse“ erhältlich und liegt demnächst in ABCSG-Zentren und ausgewählten Ordinationen auf.

Der neue Folder kann auch via Internet bestellt werden.
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Folderserie zu Brustkrebs:
Analyse Behandlung Chance Studien Gemeinschaft

die Zusendung der Brüschüre erfolgt per Post



Neue MitarbeiterInnen

  Angesichts der enorm gestiegenen Anforderungen – die ABCSG startet in den kommenden Monaten mit vier neuen Studien – hat die ABCSG ihr Team um einen klinischen Monitor im Westen, zwei Statistiker und eine Projektmanagerin erweitert.

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ABCSG klärt Patientinnen auf
Osteoporose : Ein zusätzliches Risiko für viele Brustkrebspatientinnen

 
Ein unerwünschter Nebeneffekt der an sich erfolgreichen Antihormontherapie von Patientinnen mit Brustkrebs, ist das Risiko an Osteoporose zu erkranken. Eine neue Informationsbroschüre der ABCSG klärt auf.

Die neue Patienteninformationsbroschüre beschreibt die Beschaffenheit des Knochens und wie es zu einem verstärkten Abbau des Knochens unter Osteoporose kommt. Die Broschüre gibt ebenso Tipps, wie man durch einfache Änderungen des Lebensstils die Knochenstruktur verbessern kann. Ausführlich wird erklärt, was im schlimmsten Fall der Fälle zu tun ist, wenn die durch die Antihormontherapie ausgelöste Osteoporose trotz intensiver Bemühungen bestehen bleibt.

die Zusendung der Brüschüre erfolgt per Post
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Eröffnungsfeier der ABCSG – ein gelungenes Fest

  Mehr als 100 Gäste waren der Einladung gefolgt, die Eröffnung der neuen Studienzentrale in der Boltzmanngasse 24-26 im 9. Wiener Gemeindebezirk zu feiern. Besonderer Höhepunkt der Veranstaltung war eine Vernissage zum Thema „Bilder für die Seele“, zu der die drei Künstlerinnen Gabi Kaltenböck(Tirol), Inge Lasser(Kärnten) und Edith Sluszanski-Mattes(Wien) Exponate zur Verfügung stellten.

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abcsg.gallery wird eröffnet: Kunst gegen Krebs

 
Die positive Ausstrahlung von Bildern und Kunstobjekten vermittelt seelisches Wohlbefinden und dieses Wohlbefinden fördert die Gesundheit. Vor diesem Hintergrund startet die österreichische Studiengesellschaft für Brust- und Darmkrebsforschung ABCSG die Österreich weite Aktion „Bilder für die Seele“. Auftakt ist eine Vernissage am 31. März in Wien.

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Keine Ausreden mehr

  Gemeinsam mit der Österreichischen Krebshilfe, dem BM für Gesundheit sowie der
ÖGGH und ACO startet die ABCSG eine Kampagne zur Kolonkarzinom Prophylaxe.
Link zu: Kampagne "Aus Liebe zum Leben.2006"
Aus Liebe zum Leben. 2006 ]

Weltweiter Vergleich von Medikamenten soll optimale Therapie bringen  
ABCSG führt Untersuchungen zum Ductalen Karzinom in situ (DCIS) in Österreich durch

  Studiengruppen aus 25 Ländern untersuchen in einer groß angelegten Studie, welche Behandlungen bei Frauen mit einem speziellen Typ von Brustkrebs, dem Ductalen in situ Karzinom (DCIS), Rezidive verhindern können. In Österreich ist die  Austrian Breast & Colorectal Cancer Study Group (ABCSG) beteiligt.  

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Study Nurse Fortbildung Basisseminar

 





Im März ist es wieder soweit. Interessierte Krankenschwestern, -pfleger, ArzthelferInnen und medizinisch technische AssistentInnen können sich Fachwissen über klinische Studien im Basisseminar für Study Nurses aneignen.

Neu: Diesmal haben wir für Sie zwei neue Referenten gewinnen können, Dr. Wolfgang Schimetta und Natalija Frank, die als Study Nurse schon viele Jahre für die ABCSG arbeitet. Dr. Wolfgang Schimetta wird Ihnen die Theorie über die Durchführung von klinischen Studien und Natalija Frank die Praxis vermitteln.

Nutzen Sie die Möglichkeit Ihr Wissen über die Durchführung von klinischen Studien zu erweitern und besuchen Sie die abcsg.acadmey.

Seminardaten:

Fortbildungsveranstaltung für Study Nurses / Basisseminar
Wann: 27. bis 28. März 2006
Dauer: jeweils 9.00 bis 17.00 Uhr
Ort: Sky 7, Schwarzenbergplatz 7, 1037 Wien

Weltweiter Vergleich von Medikamenten soll optimale Therapie bringen  
ABCSG führt Untersuchungen zum Ductalen Karzinom in situ (DCIS) in Österreich durch

  Studiengruppen aus 25 Ländern untersuchen in einer groß angelegten Studie, welche Behandlungen bei Frauen mit einem speziellen Typ von Brustkrebs, dem Ductalen in situ Karzinom (DCIS), Rezidive verhindern können. In Österreich ist die  Austrian Breast & Colorectal Cancer Study Group (ABCSG) beteiligt.  

DCIS - eine frühe Form von Brustkrebs

Etwa ein Drittel aller bei einer Mammographie entdeckten nichttastbaren Karzinome sind DCIS. Dieses Karzinom tritt dann auf, wenn sich Zellen in den Milchgängen in Brustkrebszellen umwandeln. Das DCIS ist eine sehr frühe Form von Brustkrebs, aus der sich unbehandelt in bis zu 50 Prozent aller Fälle innerhalb von 10 Jahren ein invasives Karzinom entwickelt. Das DCIS wird operativ behandelt, wobei Patientinnen in der Regel im Anschluss eine Strahlentherapie erhalten, um nicht entfernte maligne Zellen abzutöten. Jedes Jahr werden ca. 250 neue Fälle festgestellt, deshalb ist es wichtig, dass die beste Behandlung gefunden wird, um nach Möglichkeit Rückfälle zu verhindern.  

Zur Studie

Dieses Ziel hat die innovative “International Breast Cancer Intervention Study II” (IBIS-2), die größte globale Studie über die zwei Brustkrebsmedikamente Tamoxifen und Anastrozol. Im Rahmen von IBIS-II DCIS werden 4000 postmenopausale Frauen – etwa 600 davon aus Österreich – untersucht, bei denen ein Östrogen-Rezeptor-positives DCIS operativ entfernt wurde. Dabei soll festgestellt werden, welches der beiden Medikamente Anastrozol oder Tamoxifen das Wiederauftreten bzw. Neuauftreten von Krebs sowohl in derselben als auch in der anderen Brust am besten verhindern kann.

Univ.-Prof. Dr. Michael Stierer, Leiter der Studie in Österreich:
“Die Ungewissheit über die optimale Behandlung führt eventuell dazu, dass DCIS-Patientinnen Medikamente gegen das Wiederauftreten von Brustkrebs vorenthalten werden. Aus vorliegenden Forschungsergebnissen ist bekannt, dass Tamoxifen das Risiko eines Rezidivs bei Frauen mit Hormon-sensitivem DCIS um circa 50 Prozent verringert. Es ist zu vermuten, dass Anastrozol noch bessere Effekte erzielen kann.“  

Frauen, die an der Studie teilnehmen, werden fünf Jahre lang entweder Anastrozol oder Tamoxifen erhalten.

Wer kann teilnehmen?

Patientinnen, die für eine Teilnahme in Frage kommen:
• Alter zwischen 40 und 70
• Postmenopause
• brusterhaltend operiertes DCIS
Frauen, bei denen eine entsprechende Diagnose gestellt wurde, können in diesen IBIS II-Zentren (ABCSG-Zentren) operiert und daraufhin in die Studie randomisiert werden. 

Wo kann ich mich informieren?

Österreichweit wird diese Studie an 15 ABCSG-Spitalsabteilungen durchgeführt. Nähere Informationen zur Studie erhalten niedergelassene Ärzte und interessierte Patientinnen bei den Spitalsabteilungen selbst oder bei der ABCSG unter der Tel.: 01/408 92 30-18, E-Mail: info@abcsg.at. Zur Studien gibt es auch eine eigene Website: www.ibis-trials.org.

ABCSG-Zentren, die IBIS II durchführen
   

Neu im Team: Mag. Karin Prinstinger

 
Karin Prinstinger studierte an der Universität Salzburg Geographie und Wirtschaftskunde, sowie Biologie und Umweltkunde für Lehramt. In der ABCSG ist die leidenschaftliche Taucherin für den Bereich abcsg. regional study coordination gemeinsam mit Dr. Margit Langanger im Westen verantwortlich – ein starkes Team.

Innsbruck
„Therapie und Prophylaxe für den Knochen und gegen den Tumor“

 
Brustkrebs zählt bei Frauen zu den häufigsten Erkrankungen, die die Lebensqualität und Lebenserwartung stark beeinträchtigen können. Eine besondere und zunehmend wichtige Rolle spielt zudem das Auftreten von Osteoporose bei Brustkrebspatientinnen.

Die adjuvante Brustkrebstherapie senkt zwar die Rezidivwahrscheinlichkeit, kann aber auch zu einem Abfall der Knochendichte führen und das Risiko für Osteoporose-bedingte Frakturen wesentlich erhöhen. Eine klinische Studie ABCSG konnte zeigen, dass durch eine zusätzliche Bisphosphonat-Behandlung ein Knochendichteverlust verhindert werden kann. Mit der Veranstaltung wollen wir Sie über aktuell vorliegende klinische Studiendaten zum Knochendichteverlust im adjuvanten und metastasierten Setting von Mammakarzinompatientinnen informieren und Möglichkeiten der Therapie und Prophylaxe diskutieren.

Veranstaltungsreihe (mit DFP-Punkten):
Donnerstag, 23. Februar 2006 19.00 bis 20.00 Uhr

Universitätsklinik für Frauenheilkunde,
FKK Gebäude, Hörsaal 3
Anichstrasse 35, 6020 Innsbruck

Wir bitten Sie um Voranmeldung mittels Antwortfax:

Einladung + Anmeldeformular ( PDF, 593 kb )

Neuer Präsident der ABCSG

 
Prof. Dr.Michael Gnant
Präsident der ABCSG

[Statement]

Workshop: Publizieren in der Medizin

 

Workshopdaten:
Wann: 23. Jänner 2006
Dauer: 16.00 bis 19.00 Uhr
Ort: Wien

Nach Abschluss einer wissenschaftlichen Untersuchung möchte und muss jeder frei forschende Wissenschafter seine Resultate unter den Kollegen und in der scientific community verbreiten. Fast das gesamte Forschungswissen, die neuesten Erkenntnisse und Theorien werden in wissenschaftlichen Journalen veröffentlicht. Hören Sie mehr über das Thema „Publizieren in der Medizin“ im Workshop der abcsg.acamdey am 23. Jänner 2006 und erhalten Sie eine Orientierungshilfe im "Veröffentlichungs-Dickicht".

Referenten:
Univ. Prof. Dr. Richard Greil (Landesklinken Salzburg, III. Med),
Univ. Doz. Dr. Stephan Braun (Univ. Klinik Innsbruck, Gyn. Abt.),
Univ. Doz. Dr. Martin Filipits (Univ. Klinik für I. Med/Onkologie, Institut fuer Krebsforschung Borschkegasse),
Univ. Prof. Dr. Peter Bauer (Besondere Einrichtung für Medizinische Statistik und Informatik, Institut für Klinische Biometrie der Univ. Wien)

Workshop - Einladung ( PDF, 976 kb )

abcsg.academy erfolgreich gestartet
Workshop: Praktische Anwendungen von Chemotherapeutika

 


23 Teilnehmer waren zum ersten Workshop der academy gekommen und profitierten von vier interessanten Vorträgen, die einen guten Überblick über adjuvante und neoadjuvante Chemotherapiekonzepte beim Mammakarzinom boten und auch das spezielle Thema "Paravasation von Zytostatika" behandelten. Oberarzt Dr. Gero Luschin-Ebengreuth stellte die schwierige Situation des Arztes dar, die Patientin über die bevorstehende Chemotherapie aufzuklären. Die Auswertung der Feedbackbögen zeigte, dass alle Kursteilnehmer mit Inhalt und Ablauf des Workshops sehr zufrieden waren. Für alle jene, die nicht am Workshop teilnehmen konnten, befinden sich die Vortragsslides im PW-Bereich der ABCSG-Website.

Alles in allem – ein gelungener Start der academy. Die ABCSG bedankt sich herzlich bei den Referenten:OA Dr. Gero Luschin-Ebengreuth
Univ.-Prof. Dr. Robert Mader
OA Dr. Brigitte Mlineritsch
Univ.-Prof. Dr. Günther Steger



Workshop:

Publizieren in der Medizin
Termin: 23. Jänner 2005, 16.00 Uhr, Wien

HINWEIS:

Für alle, die beim Workshop nicht dabei waren:
Im passwortgeschützten Bereich unserer Website finden Sie alle Vorträge zum Nachlesen.

 
   

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